French Press Kaffee Purer Kaffeegenuss

French Press Kaffee

French Press Kaffee Kaffee unverfälscht genießen

Guter Kaffee bietet eine enorme Aromenvielfalt. Über 800 verschiedene Gerüche und Geschmäcke wurden bisher identifiziert – rund doppelt so viele wie bei Wein. Diese feinen und teilweise flüchtigen Aromen können bei der Zubereitung überdeckt oder herausgefiltert werden. Eine möglichst unverfälschte Zubereitung ermöglicht das volle Aromenspektrum zu erleben.

Cupping Wie Profis Kaffee verköstigen

Cupping

Professionelle Einkäufer, Röster und Baristas verköstigen Kaffee beim sogenannten Cupping. Kaffees werden gemahlen, in Gläser, Tassen oder Schalen gefüllt und mit heißem Wasser übergossen. Nach wenigen Minuten wird die “Kruste” (Kaffeepartikel, die sich auf der Flüssigkeit abgesetzt haben) mit Hilfe eines Löffels gebrochen und abgeschöpft. Während der Kaffee abkühlt, wird er Löffelweise geschlürft und getestet. Bewertet werden dabei sowohl allgemeine Eigenschaften, wie Säure, Bitterkeit und Körper, größere Geschmackstendenzen, wie nussig, süß, blumig oder würzig, bis hin zu feineren Aromen von Karamell, Haselnuss oder Zimt. Da Profis beim Cupping selbst feinste Nuancen schmecken, werden Fehlaromen, Mängel in der Verarbeitung oder ungenügende Röstungen genauso schonungslos aufgedeckt, wie besondere Qualitätsmerkmale enthüllt. Dies gelingt dank einer Kaffeezubereitung, die nichts verbirgt, filtert oder betont.

Kaffee, Wasser und Löffel, die beides voneinander trennen. Mehr nicht.

French Press Kaffee ist alltagstaugliches Cupping Fast wie bei den Profis

Die Zubereitung in der French Press, ist dem Cupping sehr ähnlich: Kaffee wird gemahlen und mit heißem Wasser übergossen. Ist der Brühvorgang beendet, wird der Stempel heruntergedrückt, wodurch um feste Kaffeepartikel vom flüssigen Kaffee getrennt werden. Fertig. An Stelle von Löffeln, wird ein metallener Filter verwendet. Das Ergebnis ist reiner, unverfälschter Kaffee voller aromatischer Öle, der das gesamte Geschmackserlebnis offenbart, das Ihre Bohnen zu bieten haben. Und das ist vielfältig. Von vollmundig bis fruchtig fein bestimmen Röstprofile, Anbaugebiete und Verarbeitungsschritte nach der Ernte, was Sie in der Tasse schmecken.

DER GROßE VORTEIL GEGENÜBER FILTERKAFFEE
Filterkaffee ist feiner gefiltert, als French Press Kaffee. Papierfilter trennen selbst kleinste Partikel vom flüssigen Kaffee. Dies kann einzelne Aromen stärker zum Vorschein bringen, allerdings mit zwei großen Nachteilen:

  1. Papierfilter schmecken (nicht besonders gut). Ein Experiment: Gießen Sie heißes Wasser durch einen Papierfilter und probieren Sie es. Kein schönes Erlebnis, oder? Filterkaffee bringt diesen Geschmack in Ihren Kaffee – in jede einzelne Tasse.
  2. Papier saugt Öl. So wünschenswert eine saubere Filtration auch ist, wird nicht nur unlösliches Kaffeepulver zurückgehalten, sondern gleichzeitig auch aromatische Kaffeeöle. Damit fehlen wichtige Geschmacksträger im gefilterten Kaffee.
SÄMTLICHE AROMEN GENIEßEN
Eine French Press holt das Beste aus der Bohne

Dank einfacher und flexibler Zubereitungsweisen passt sich French Press Kaffee Ihrem Geschmack und dem Charakter der Kaffees an. Bei der Kaffeezubereitung gibt es fünf große Einflussfaktoren:
  • Dosierung: Wie ist das Verhältnis von Kaffee zu Wasser?
  • Wassertemperatur: Wie heiß ist das Wasser, während des Brühvorgangs?
  • Mahlgrad: Wie fein werden die Kaffeebohnen gemahlen? Wie groß ist die Oberfläche des Kaffees im Verhältnis zum Gewicht?
  • Brühdauer: Wie lange stehen Kaffeepulver und Wasser in Kontakt?
  • Druck: Unter welchem Druck findet die Extraktion statt?
Ausreichender Druck ist wichtig für die Zubereitung espressobasierter Getränke (wie Espresso oder Cappuccino). Außerhalb davon, erlaubt eine French Press sämtliche Faktoren frei zu gestalten:
  • Sie bestimmen, wieviel Gramm Kaffee sie mit welcher Menge an Wasser aufbrühen.
  • Sie bestimmen, wie heiß das Wasser ist.
  • Sie bestimmen, wie fein das Kaffeepulver gemahlen wird (am besten mit Ihrer eigenen Mühle, Alternativ beim Einkauf).
  • Sie bestimmen, wie lange Sie Ihren Kaffee ziehen lassen.
Eine French Press bietet damit sämtliche Anpassungsmöglichkeiten, um das beste aus Ihren Kaffeebohnen herauszuholen und diese Ihrem Geschmack anzupassen.

French Press Kaffee Zubereitung Wie Sie French Press Kaffee richtig zubereiten

French Press Kaffee Zubereitung

Für die Zubereitung von French Press Kaffee lassen sich grundsätzlich zwei Wege unterscheiden: schnell, mit minimalem Aufwand und liebevoll köstlichen Kaffee bereiten. Der erste Weg braucht kaum Erklärung. Kaffee in die Kanne füllen, mit Wasser aufgießen, kurz warten und Stempel herunterdrücken. Fertig.

Um sämtliche feinen und komplexen Aromen herauszukitzeln, finden Sie im Folgenden eine Anleitung. Verwenden Sie diese als Startpunkt, um French Press Kaffee Ihren Vorstellungen und Ihrem Geschmack anzupassen.

FRENCH PRESS KAFFEE ANLEITUNG
Das Grundrezept für köstlichen French Press Kaffee

  1. Wärmen Sie Ihre French Press vor. Einfach heißes Wasser einfüllen, wenige Sekunden warten und wieder ausschütten. Dieser Schritt stellt sicher, dass der Kaffee mit der gewünschten Temperatur brüht und nicht sofort in der Kanne abkühlt.
  2. Füllen Sie Kaffeepulver in Ihre French Press. Frisch gemahlen aus der eigenen Mühle schmeckt es am besten (mahlen Sie etwas gröber, als für Filterkaffee). Eine Dosis von 60g/Liter (= 30g/500ml oder 21g/350ml) ist ein guter Startpunkt. Optimalerweise benutzen Sie eine Kaffeewaage. Alternativ lässt sich die Menge auch mit Hilfe von Dosierlöffeln abmessen: Ein gestrichener Teelöffel entspricht rund 2g, ein gehäufter Esslöffel ungefähr 8g. Diese Angaben stellen bloß Richtwerte dar, da sich sowohl Löffelgrößen stark unterscheiden, als auch Kaffee (je nach Mahlgrad, Kaffeesorte und Röstgrad) unterschiedliche Gewichte bei gleichem Volumen mit sich bringen. Um Kaffee konstant zu genießen, ist eine Waage eine gute und recht günstige (weil langlebige) Investition.
  3. Gießen Sie 96 Grad Celsius heißes Wasser auf (ein Thermometer ist hilfreich, andernfalls warten Sie nach dem Kochen ca. 15 Sekunden) und rühren Sie um oder schwenken Sie die Kanne, um den gemahlenen Kaffee gleichmäßig zu durchfeuchten.
  4. Setzen Sie den Deckel auf (um unnötigen Temperaturverlust zu vermeiden) und warten Sie 3,5 Minuten. Stellen Sie einen Timer oder verwenden Sie Ihre Kaffeewaage.
  5. Drücken Sie den Stempel langsam und in gleichmäßigem Tempo herunter.
  6. Gießen Sie den fertig gebrühten Kaffee in ihre Lieblingstasse und genießen Ihren French Press Kaffee. Tipp: Trinken Sie langsam und nehmen Sie wahr, wie sich Gerüche und Geschmäcker verändern, während das Getränk langsam abkühlt. Besonders fruchtige Aromen treten bei niedrigeren Temperaturen stärker hervor.

  7. KAFFEE WIE SIE IHN AM LIEBSTEN MÖGEN
    So passen Sie French Press Kaffee Ihren Vorlieben an

    Das Grundrezept stellt eine leckere Basis dar, doch jeder Kaffee und jeder Geschmack ist anders. Folgende Richtlinien helfen Ihnen beim Feintuning, um Ihren liebsten French Press Kaffee zu brühen:

    “Mein Kaffee schmeckt zu bitter!” Bitterkeit entsteht in der Regel aufgrund von drei Ursachen: Zu lange Brühzeiten, schlechtes Mahlgut oder bittere Kaffeesorten. Testen Sie zuerst, ob Sie Ihren Kaffee zu lange ziehen lassen. Verringern Sie die Brühdauer um 30-60 Sekunden. Sollte dies keine Besserung bewirken, senken Sie die Dosierung auf 55g/Liter (manche Menschen nehmen stark extrahierten Kaffee als bitter wahr - verwenden Sie eine Kaffeewaage, um Ungenauigkeiten auszuschließen. )
    Lässt sich Vorangegangenes als Fehlerquelle ausschließen, könnte Ihr Kaffee überdurchschnittlich viele Bitterstoffe enthalten. Besonders dunkle Röstungen (z.B. für Espresso) bringen stärker ausgeprägte Röstaromen mit sich. Auch treten Fehlaromen durch die unverfälschte Zubereitung stärker zu Tage. Eine French Press lässt Sie (wie das Cupping) sämtliche Feinheiten Ihres Kaffees schmecken – damit auch Bitterstoffe. Experimentieren Sie mit niedrigeren Temperaturen oder wählen Sie eine heller geröstete Kaffeesorte Ihres Lieblingsrösters. Sollte auch dieser bitter schmecken, ist Ihr Kaffee wahrscheinlich ungleichmäßig gemahlen. Verwenden Sie eine hochwertige Mühle.

    “Mein Kaffee schmeckt zu sauer!” Übermäßige Säure entsteht durch Überextraktion oder durch zu geringe Brühtemperaturen. Erhöhen Sie zuerst Ihre Brühtemperatur (beispielsweise auf 98 Grad - verwenden Sie ein Thermometer) und halten Sie die Brühzeit exakt ein. Insbesondere heller geröstete Kaffees benötigen mehr Temperatur für eine ausgewogene Balance. Sollte Ihr Kaffee trotz Temperaturerhöhung zu sauer schmecken, senken Sie die Dosierung auf 55g/Liter. Manche Bohnen und Röstungen bringen Säuren stärker zur Geltung (insbesondere helle Röstungen). Testen Sie auch andere Kaffeesorten. Achten Sie besonders darauf, trommelgerösteten Kaffee zu kaufen. Heißluftröstungen benötigen im Vergleich nur rund ein Viertel der Röstdauer und manche Säuren werden ausschließlich über längeres Rösten ausreichend abgebaut. Ihr lokaler Kaffeeröster ist eine gute Anlaufstelle für eine gute Beratung und hochwertigen Kaffee.

    “Mein Kaffee ist zu stark!” Lassen Sie uns kurz definieren, was mit zu stark gemeint ist: French Press Kaffee ist zu stark, wenn er genau so schmeckt, wie Sie es sich wünschen, nur zu intensiv (also nicht zu bitter oder zu sauer). Verdünnen Sie Ihren Kaffee in diesem Fall nach Belieben mit heißem Wasser und verwenden Sie beim nächsten Mal weniger Kaffeepulver.

    “Mein Kaffee ist zu dünn!” Verwenden Sie mehr gemahlenen Kaffee bei gleicher Wassermenge.

French Press Kanne Die optimale French Press wählen

French Press Kanne

French Press Kannen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich in Größe, Form, Material, Design und Verarbeitungsqualität. Sie finden isolierte Thermobehälter und einfache Glaskannen. Sie finden billige Verarbeitung und edle Desingobjekte.

Wie treffen Sie bei dieser Vielfalt eine gute Wahl? Worauf lohnt es sich wirklich bei einem Kauf zu achten?

Die wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten ist: Wie groß muss meine French Press sein? Für einen einzelnen Morgenkaffee, genügt eine French Press mit 350ml Fassungsvermögen, für zwei Personen sollten es schon 500ml sein und für Gäste oder größere Frühstücksrunden lohnt sich eine French Press mit 1l bis 1,5l Inhalt. Grundsätzlich ist es ratsam, eine French Press nicht zu klein zu bemessen. So können sowohl größere Mengen auf Vorrat gebrüht, als auch mehrere Gäste bewirtet werden. Und selbstverständlich können Sie auch mit einer 1 Liter French Press eine einzelne Tasse Kaffee zubereiten.

Mit der Größe wäre das wichtigste Kriterium geklärt. Das zweitwichtigste ist das Design und die Verarbeitung. In der Verarbeitung bestehen viele Detailunterschiede (und das meiste davon ist Geschmackssache, bzw. eine Frage des Preises). Wert legen sollten Sie allerdings darauf, dass der Filter sauber am Rand abschließt, so dass kein Kaffeemehl vorbeikommt und unangenehm auf Ihrer Zunge landet. Greifen Sie daher nicht zur billigsten Variante.

Isolierkanne oder Glas?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von French Press: Isolierkannen oder Kannen aus Glas. Isolierkannen besitzen zum einen den Vorteil, dass sie die Temperatur während des Brühvorgangs etwas besser halten. Da der Kaffee im Anschluss allerdings zum Warmhalten umgefüllt werden sollte (um eine Überxtraktion zu vermeiden - schließlich besteht in einer French Press nach dem Brühen weiterhin Kontakt zwischen Kaffeepulver und Kaffee), ist dieser Faktor zu vernachlässigen. Zum anderen sind sie, im Vergleich zu Glaskannen, deutlich bruchsicherer. Eine French Press mit Glaskanne ist dagegen häufig günstiger in der Anschaffung und entspricht mehr dem klassischen Aussehen einer French Press.

Für welche Variante Sie sich entscheiden, ist Geschmackssache. Etwas, das Sie täglich benutzen, sollte Ihnen in erster Linie gefallen. Bauart und Materialien sind für die Kaffeequalität zweitrangig und die Anschaffungskosten sind auf viele Jahre gerechnet vernachlässigbar. Kaufen Sie eine French Press, an der Sie sich jeden Tag erfreuen!

French Press Kaffeemühle

French Press Kaffeemühle Frisch gemahlen schmeckt Kaffee am besten

Die große Aromenvielfalt im Kaffee kommt nur zur Geltung, wenn Sie frischen Kaffee verwenden, der direkt vor der Zubereitung frisch gemahlen wird. Der Grund: Viele der über 800 Aromen sind flüchtig. Geraten sie zu lange in Kontakt mit Sauerstoff verfliegen sie, anstatt in Ihrer Tasse zu landen. Nur mit einer eigenen Mühle kommen Sie in den vollen Genuss Ihres Kaffees.

Die Anforderungen

So simpel der Brühprozess eines French Press Kaffees auch sein mag, stellt er dennoch große Ansprüche an die Kaffeemühle. Der Mahlvorgang muss so gleichmäßig wie möglich verlaufen.

Kaffeepartikel unterschiedlicher Größen haben verschieden große Oberflächen. Je feiner gemahlen wird, desto größer wird die Oberfläche im Verhältnis zum Gewicht. Je mehr Fläche in Kontakt mit Wasser steht, desto schneller verläuft die Extraktion. Einfach ausgedrückt: Je feiner Sie mahlen, desto kürzer die Brühzeit. Je gröber Sie mahlen, desto länger sollte Sie ziehen lassen. Problematisch wird es, wenn Ihr Kaffee nicht gleichmäßig gemahlen wird (wie es bei billigen Mühlen der Fall ist). Besteht das Kaffeepulver sowohl aus groben Körnern, als auch aus feinem Staub, leidet das Ergebnis. Die kleinen Teile geben innerhalb kürzester Zeit ihre Aromen ab (und im Anschluss unerwünschte Bitterstoffe), während die größeren Teile gerade erst beginnen guten Geschmack zu entfalten.

Kleine Partikel geben zu viel Geschmack ab, große zu wenig. In der Tasse schmeckt Ihr Kaffee somit zu bitter und zu flach.

Geeignete Mühlen für French Press Kaffee

Für French Press Kaffee eignen sich daher ausschließlich Mühlen mit hochwertigen Mahlwerken. Diese gibt es sowohl als elektrische Kaffeemühlen, wie auch als Handmühlen. Elektrische Mühlen sind schnell, einfach und komfortabel. Handmühlen benötigen etwas mehr Zeit und Aufwand, dafür sind sie leiser und günstiger in der Anschaffung. Eine günstigste elektrische Mühle ist die Graef CM800. Preislich darunter liegt die Handmühle Zassenhaus Brasilia. Und wenn Sie das Beste aus Ihrem Kaffee herausholen wollen, lohnt sich die Anschaffung einer Eureka MCI (eine Espressomühle, die weit verstellbar ist und auch im gröberen Bereich gleichmäßig mahlt) – eine hervorragende Wahl, in Genuss zu investieren.